Finanzielle Aufwendungen entstehen auch durch Tierarztbesuche:
Die Katze sollte einmal jährlich dem
Tierarzt vorgestellt werden, dies kann mit
der jährlichen Schutzimpfung verbunden
werden - aber Tierarztbesuche können
auch wegen Krankheiten oder Unfällen
anstehen. Auch reine Wohnungskatzen sollten
regelmäßig entwurmt werden.
Bei der
Haltung einer Katze ist es
wichtig, sich zu entscheiden, ob das Tier
als Wohnungskatze oder Freigänger leben
soll:
Sowohl Haus- als auch Freigängerkatzen
lassen Sie bitte registrieren, entweder
im Haustierregister oder bei Tasso (
tasso.net).
Wohnungshaltung
Die Katze benötigt ausreichend Rückzugsmöglichkeiten
und Verstecke sowie mindestens einen großen
stabilen Kratzbaum zum Krallenwetzen, Klettern
und Spielen. Einer Katze, die nur drinnen
lebt, sollte Abwechslung in Form von Spielstunden
geboten werden. Zum Spielen muss nichts
Teures angeschafft werden, einfache Dinge
wie Bällchen, Plüschmäuse
(bitte nicht aus echtem Fell!!) oder ein
leerer Pappkarton lösen meist viel
mehr Begeisterung aus als ein teures Spielzeug
aus der Zoohandlung.
Sollten Sie Wert darauf legen, dass Ihre
Katze einen Raum (vielleicht das Schlafzimmer)
nicht betritt, halten Sie diesen Raum konsequenterweise
stets verschlossen.
Eine oder mehrere?
Der Kontakt zu Artgenossen ist immens wichtig,
denn entgegen landläufiger Meinung
sind Katzen in den seltensten Fällen
echte Einzelgänger - lediglich beim
Jagen trifft dies zu.
Falls Sie berufstätig sind und die
Katze deswegen den ganzen Tag über
alleine wäre, ist die Anschaffung eines
Artgenossen eine gute Idee!
Allerdings sollte man darauf achten, dass
die Katzen vom Temperament her harmonieren.
Ältere oder ruhebedürftige Tiere
können mit stürmischen Teenager-Katzen
nicht glücklich werden, auch scheue
oder ängstliche Katzen sind über
die Gesellschaft eines draufgängerischen
Artgenossen nicht erfreut.
Wieviele Katzen in einer Wohnung leben können,
darüber gibt es unterschiedliche Meinungen.
Die einen sagen, "drei sind genug",
eine andere Faustregel lautet, dass man
nicht mehr Katzen halten sollte, als man
Zimmer hat. Selbst die geselligste Katze
braucht ihre Auszeiten und muss die Möglichkeit
haben, sich zurückzuziehen.
Größere Katzengruppen in Wohnungshaltung
erscheinen auf den ersten Blick oft harmonisch.
Jedoch werden Aggressionen, die durch das
beengte Zusammenleben entstehen, ständig
unterschwellig abreagiert; die Verträglichkeit
ist nur vorgetäuscht und größere
Kämpfe unterbleiben. Trotzdem haben
die Tiere oftmals Dauerstress, der sehr
ungesund sein kann.
Freigang ist für Katzen eigentlich
optimal, allerdings nicht in jeder Wohnlage
durchführbar. In ländlichen Gegenden
oder verkehrsberuhigten Zonen ist Freigang
eine gute Alternative.
Eine "normale Katze" ist viele
Stunden täglich unterwegs. Sie erkundet
und kontrolliert ihr Revier, liegt auf der
Lauer, beobachtet, jagt, spielt, rennt,
räkelt sich in der Sonne und hat diverse
Kontakte zu Artgenossen, denen sie freundlich,
feindlich oder gleichgültig gesinnt
ist. Dabei werden all ihre hoch entwickelten
Sinne gefordert, und die Katze bleibt ausgeglichen
und aktiv.
Sollten Sie berufstätig sein und der
Katze stundenlanges Warten vor der Tür
ersparen wollen, bietet sich der Einbau
einer Katzenklappe an (es gibt auch Katzenklappen,
welche den Chip einlesen und nur mit diesem
"gespeicherte" Katzen ins Haus
lassen).
Nach einer Eingewöhnungszeit von 3-4
Wochen können Sie die Katze nach draussen
lassen.