Vermittlungen
2009 Nathan
Wieder ein Gerippe aus dem KZ-Isolator
in Rousse
....es heißt,
wer auch nur ein einziges Leben rettet,
der rettet die ganze Welt...
9.
Juni
2009
Bilder von Nathan
Und hier kommen neue Bilder von Nathan. Es
geht ihm gut und am besten, wenn er über
die Wiesen laufen kann. Anschließend
liegt er sehr zufrieden in seinem schönen
weichen Korb, den ihm seine Patin Frau Kuhl
geschenkt hat und schläft. Das Futter
schmeckt ihm gut, er hat auch schon zugenommen.
In der kommenden Woche nehmen wir ihn noch
einmal mit zum Tierarzt, der muss sich seine
Ohren anschauen, es sieht aus als wären
sie vollkommen verknorpelt, man sieht keinen
Gehörgang, wahrscheinlich ist er deswegen
auch fast taub. Er läuft überwiegend
auf allen vier Beinen, wir sprechen dann auch
mit dem TA, wie es mit dem Schmerzmittel und
seinen Zähnen weitergehen soll.
Ich melde mich wieder ...
Liebe Grüsse
Ulla Uth
P. S. Kleine Begebenheit am Rande: Uns ist
beim Spaziergang vor ein paar Tagen eine läufige
Hündin begegnet, da hätten Sie aber
mal unseren Opa ganz flott sehen sollen.
3.
Juni 2009
Nathan und Jessica
auf dem Weg zum Flughafen Varna:
Rousse, d. 27.05.2009
Guten Tag Herr Dimitrov, ich hoffe, dass die neuen bulgarisch-deutschen
Adoptivhunde Nathan und Jessica gestern,
dem 26.05.09, gut angekommen sind.
Dadurch wird Jessica nicht mehr einer
der Hunde sein, die im Park von Rousse
angetroffen werden. Ein Großteil
der Hunde wurden dort in der letzten
Zeit vergiftet und wir mussten sehr
oft weinen ...
Nathan ist sehr gutmütig und
klug. Dadurch konnte er bestimmt in
diesem KZ im Isolator, in dem er mehr
als 5 Monate hinter Gitter war, überleben.
Jetzt hat er den großen Wunsch
spazieren zu gehen, obwohl er humpeln
muss. Wenn er ein ruhiges Plätzchen
im Garten fand, z.B. unter einem Busch,
dann legt er sich dort hin, so dass
wir ihn lange suchen mussten. Er ist
fast taub und hat nur noch wenige
Zähne, von denen auch einige
Stümpfe sind. Leider war ich
nicht in der Lage, dieses machen zu
lassen.
Es ist richtig, dass er alt ist, aber
seine Knochen wurden mürbe und
seine Gelenke wurden steif, weil er
monatelang in einem dunklen Loch auf
dem nassen und mit Fäkalien übersäten
Betonboden liegen musste. Als ob die
Schergen des Mörderveterinärs
Stanchev ausprobieren wollten, wie
lange es dauern würde unter diesen
Bedingungen bis er stirbt.
Hoffentlich vergisst er schnell diese
dunkle Hölle, in der er so lange
vegetieren musste. Ich hoffe, dass
er jetzt in eine bessere und ihn dafür
entschädigendere Zukunft seine
letzten Jahre verbringen wird.
Am Freitag hat z.B. ein Hund, der
einen Besitzer hat, eine Frau gebissen.
Die Verwandten der Geschädigten
haben den Stanchev angerufen, ihm
aber dabei verschwiegen, dass dieser
einen Besitzer hat. Seine Fänger
sind gekommen und haben einfach irrtümlich
eine von Euch kastrierte Hündin,
die dort in ihrem Revier ruhig schlief,
mit eine Betäubungsspritze beschossen.
Eine Frau, die sich immer um diese
Hündin gekümmert hat, rief
bei mir weinend an, um Rat und Hilfe
für die Rettung dieser Hündin
zu ersuchen. Nach langem Hin und Her
konnten wir sie heute aus dem Isolator
retten und das Schönste dabei
ist, dass wir gleich Adoptiveltern
für sie gefunden haben, so dass
sie nicht mehr auf der Straße
leben muss.
Ich wünsche mir sehr, dass der
Nathan einen gartenähnlichen
Auslauf bekommt, um die Möglichkeit
zu finden, sich ein ruhiges Plätzchen
zu suchen.
Wenn Sie Fotos erhalten, würden
wir uns sehr freuen, diese an uns
weiter zu leiten.
Viele Grüße
Violeta Dobreva
(Rechtsanwältin und Vorsitzende eines
Tierschutzvereins in Rousse, mit dem wir sehr
eng zusammenarbeiten)
26.
Mai
2009
Nathan hat in Köln ein endgültiges
Zuhause gefunden!
Mai
2009
Neue Video-Clips von Nathan, der aus
dem Hunde-KZ in Rousse kam
16.
April
2009
So haben wir Nathan
im Isolator Rousse gefunden, sofort herausgeholt,
in unser Tierheim für 4 Tage gebracht,
um ihn zu untersuchen und zu behandeln.
Er ist sehr geschwächt und lebt jetzt
erst einmal auf einer Pflegestelle in Bulgarien.
Nathan ist schon ein älteres Tier und
wenn er aufgepäppelt ist, möchten
wir ihm noch ein ruhiges Plätzchen
in Deutschland suchen.