| Protest gegen erneutes Töten in Rousse |
| Bitte lesen Sie den Brief einer Jurastudentin über das Verhalten des Bürgermeisters von Rousse an den bulgarischen Fernsehsender bTV für die Sendung "Ehrlich und Persönlich", die unserer Sendung vom ZDF "Volle Kanne" entspricht. |
| Dieser Brief ist an den 2. bulgarischen Fernsehsender
bTV von Eliza Ivanova gesendet worden.
Übersetzung aus dem Bulgarischen: Ich grüße Sie "Ehrlich und Persönlich" Ich schreibe Ihnen aus der Geburtsstadt Ihrer wunderbaren Moderatorin.
Ich bin 27 Jahre alt, Studentin der Rechtswissenschaften an der Universität
in Rousse und erlaube mir, Ihre kostbare Zeit in Anspruch zu nehmen, damit
ich Ihre Aufmerksamkeit auf ein Problem richten kann, das im letzten Jahr
besonders unerträglich geworden ist. Es handelt sich um die Handhabung
der herrenlosen Hunde in unserer Stadt. Bevor Sie enttäuscht sind,
dass man Sie mit einem Thema beschäftigt, das schon mehrmals diskutiert
wurde, lesen Sie bitte diesen Brief bis zu Ende. DIE NATUR MACHT KEINEN FEHLER BEI DER WIEDERGEBURT VON SEELEN! Rousse, d. 19.01.2007 |
| Der Brief unserer Tierfreundin Frau Ostmann an den Bürgermeister von Rousse: |
| Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
was bewegt Sie die Straßenhunde von Rousse zu töten? Ist es nicht vielmehr und auch nachweislich so, dass erst ein langangelegtes Kastrationsprogramm dafür Sorge tragen kann und vor allem auch wird, die Zahl der Hunde zu verringern! Außerdem wird dies schon seit Ende 2003 in Rouuse praktiziert. Nun wollen Sie eine unglaubliche Summe dafür zur Vefügung stellen, die Tiere zu töten. Sie tun weder ihrer Stadt noch dem Land einen Gefallen. Man wird weiterhin über Bulgarien sprechen als einem Land in dem die Hunde teilweise unter grausamen Bedingungen getötet werden, was unter anderem auch Touristen bewegen wird, nicht nach Bulgarien zu reisen. Bulgarien ist gerade auf dem Weg sich in der EU zu etablieren und sich als weltoffenes Land zu präsentieren, das sich von seiner Vergangenheit lösen will. Dazu gehört auch der respektvolle Umgang mit anderen Lebewesen, sprich den Tieren. Sie bringen Bulgarien nicht nach vorn, sondern verfallen in schlimmste Zeiten zurück, wo es an der Tagesordnung war Hunde grausam zu töten, und schaden somit dem Ansehen des Landes. Es wird niemand sagen, der Bürgermeister von Rousse ist hierfür verantwortlich, nein es wird heißen: Bulgarien ist ein grausames Land, unfähig sich der "zivilisierten" Welt anzuschließen wozu nunmal auch Tierschutz gehört und keine Vernichtung von Tieren! Wenn Sie schon kein wirkliches Mitgefühl für Tiere haben, so sollten sie doch an die poliltischen Auswirkungen denken, nämlich jetzt nachem Ihr Land in der EU ist, eine horrende Summe für definitiv nichts als die Tötung von Straßenhunden auszugeben, wo dieses Geld überall anders besser gebraucht wird oder eben politisch "werbewirksam" in den Tierschutz, sprich in das bereits bestehende Kastrationszentrum der Deutsch-Bulgarischen Straßentiernothilfe e.V. zu investieren. Dies würde Ihrem Ansehen sicher mehr nutzen, als Ihr bereits eingeleitetes Tun. Somit fordere ich Sie auf, DENKEN Sie UM für die Politik, für Ihr Land und vor allem für die Hunde!!!!!!!!! Hochachtungsvoll |
| Der Brief unserer Tierfreundin Frau Trabelsi an den Bürgermeister von Rousse: |
| Sehr geehrter Herr Bürgermeister, mit großem Entsetzen habe ich die Nachricht von dem schrecklichen Vorhaben der Stadt Rousse , die Straßenhunde erneut einzufangen und in einem Isolator töten zu lassen, vernommen. Dies alles um 30.000 Lewa zu verbrauchen, anstatt sie dafür zu verwenden, das Leben dieser armen Kreaturen zu schützen und zu verbessern, indem man die Menschen unterstützt, die sich derer annehmen und die seit Jahren für eine Verbesserung des Tierschutzes in Bulgarien kämpfen. Jetzt, nachdem Bulgarien nun endlich in der EU ist, sollten sich die Verantwortlichen des Landes auch wie moderne, zivilisierte und fortschrittliche Bürger benehmen und nicht in die Rituale der Steinzeit zurückfallen. Ich habe eine sehr freundliche und Tierliebe Nachbarin, die aus Bulgarien stammt. Sie hat mir soviel von ihrer Heimat erzählt und schon so viele schöne Bilder gezeigt, dass ich meinen Sommerurlaub heuer in Bulgarien verbringen wollte. Ich habe mir auch schon Prospekte aus dem Reisebüro geholt. Doch nun habe ich von dem Vorhaben der Stadt Rousse gehört, und meine Pläne sofort revidiert und alle meine Vorurteile gegen dieses eigentlich wunderschöne Land, sind auf`s Neue wieder in mir erwacht. Schon der große Mahatma Ghandi hat gesagt: Die Größe einer Nation erkennt man an ihrem Umgang mit ihren Tieren. Ich kenne sehr viele Menschen, die Bulgarien und auch Rumänien sehr gerne besuchen würden, allein der Umstand, wie in diesen beiden Ländern mit den Tieren umgegangen wird, hält sie davon ab, dies zu tun und kaum einer spricht anders als mit Verachtung von den Regierungen dieser beiden Länder, in denen vieles im Argen liegt und am allermeisten in dem fast fehlenden Tierschutz. Glauben Sie mir, Sie tun Ihrem Land keinen Gefallen, wenn Sie nicht helfen, diese Schande für Ihr Land zu verhindern. Ich hoffe auf Ihre Menschlichkeit und Ihr Mitgefühl und grüße Sie aus Deutschland Annemarie Trabelsi (19.1.2007) |
| >> Offener Brief an den Bürgermeister der Stadt Rousse Boshidar Jotov |