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Seit heute Vormittag sind unsere Leute
in Losenetz und haben die letzten dort verbliebenen
Hunde in ihre Obhut genommen.
Sie fanden einen Ort der Verwüstung
vor, denn alles was nicht entfernt werden
konnte, wurde zerstört. Es steckt buchstäblich
kein Nagel mehr in der Wand.
Intakt blieben lediglich die engen Zwinger,
in denen die 27 Hunde, die heute sterben
sollten, hausten.
Vorausgegangen war dem ein Telefonat unseres
Ersten Vorsitzenden, der erst am Samstag
von einem weiteren Besuch in Sofia zurückgekehrt
war, mit dem derzeitigen Leiter der dort
tätigen "Firma Ökogleichgewicht",
wegen eben dieser 27 Hunde, die heute getötet
werden sollten. Auf die Mitteilung, es könnte
bis 12.00Uhr jemand vorbeikommen, um das
Übergabeprotokoll zu unterzeichnen,
überschlugen sich buchstäblich
unsere Mitstreiter und die Ereignisse mit
ihnen. Frau Lazarova und Luci Kirilowa rasten
mit quietschenden Reifen nach Losenetz,
kaum fassen könnend, dass es nun endlich
soweit sein sollte.
Und dann standen alle Türen offen -
die Schlösser waren ausgebaut worden
- und außer dem Wachmann und dem Leiter
war niemand mehr vor Ort.
Nun beginnt das große Ärmelhochkrempeln.
Von der Kehrschaufel bis zum OP-Tisch muss
alles angeschafft, und im Gebäude alles
desinfiziert und erst einmal notdürftig
hergerichtet werden, damit die vorhandenen
Hunde halbwegs artgerecht leben können.
Insgesamt haben wir nun 69 Hunde vor dem
sicheren Tod aus dieser elenden Tötungsstation
gerettet.
Liebe Tierfreunde, darauf haben Sie mit
uns zwei Monate gewartet, wie wir voller
Hoffen und Bangen, kämpfend zwischen
störrischem Mut und tiefer Verzweiflung
- aber Sie haben es mit uns gemeinsam durchgestanden!
Wir sind in Losenetz!
Und es gab noch ein kleines Wunder: auf
dem Hof, unter einer Betondecke, hat heute
eine Hündin 5 Welpen zur Welt gebracht
- neues Leben an einem Ort, der nun ein
Hort des Lebens und kein Lager des Todes
mehr sein wird. Nie wieder!
Ein schöneres Zeichen können wir
uns nicht vorstellen.
3. April 2006
http://www.tierhimmel.org/
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