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Liebe Tierfreunde!
Wie wir auch, haben Sie sich große
Sorgen um die noch in der Station Losenetz
befindlichen Hunde gemacht. Wir können
Ihnen nunmehr die erlösende Nachricht
senden, dass sich 78 Hunde dort befinden,
was in etwa der Zahl entspricht, die Herr
Dimitrov vor drei Wochen geschätzt
hat. Für 13 von ihnen war für
den heutigen Tag die Tötung vorgesehen.
Nach langen, hektischen Telefonaten haben
wir erreicht, dass diese Hunde, sowie ein
weiterer, der gestern gefangen wurde, von
uns freigekauft werden konnten. Sie befinden
sich derzeit, in Begleitung der bulgarischen
Tierschützerin Lyudmila Kirilowa, auf
dem Weg nach Schumen. Dort ist alles für
ihren Empfang vorbereitet.
Warum freigekauft?
Jeder Hund, der in eine bulgarischen Tötungsstation
gerät, kann theoretisch von jedem Bürger
innerhalb von 14 Tagen herausgeholt werden.
Dieser Bürger hat dann die Kosten für
die Aufbewahrung, die Verpflegung (!!) und
die Kastration zu tragen. Dieser Kostensatz
beträgt 64 Lewa und ist höher
als das, was mancher Rentner im Monat zum
Leben hat. Wir wissen alle, dass die Hunde
weder verpflegt noch kastriert und meistenteils
noch vor der gesetzlich vorgeschriebenen
Wartezeit von 14 Tagen getötet wurden,
so dass diese Regelung einer Augenwischerei
entsprach.
In letzter Zeit ist man jedoch etwas vorsichtiger
geworden, was nicht zuletzt dem Engagement
junger Studenten zu danken war, die bei
der damaligen Administration des Bürgermeisters
Sofianski durchgesetzt hatten, dass sie
als sog. Mediatoren zu bestimmten
Zeiten Zugang zur Station Losenetz erhielten,
um dort zu überwachen, dass die gesetzlichen
Regeln eingehalten wurden, d.h. Tötung
erst nach 14 Tagen und per Spritze. Sie
haben Schlimmes erlebt und wer ihre Berichte
lesen will, kann diesem Link folgen: www.tierhilfe-bulgarien.ch
Von einem der Mediatoren, Javor, erhielten
wir auch die Information über den vorgesehenen
Tötungstermin und konnten rechtzeitig
aktiv werden.
Da wir die Station erst am 10. 2. übernehmen
können, mussten auch wir die Hunde
freikaufen, wenn auch für den Betrag
von nur 24 Lewa, da sie nicht kastriert
wurden. Dennoch mussten wir hierfür
336 Lewa aufbringen, zusätzlich zu
den Kosten für den Transport nach Schumen,
da die Hunde Losenetz sofort verlassen mussten.
Aber Sie werden unsere Meinung teilen, dass
die Übernahme dieser Kosten keine Frage
war. Wir sind heilfroh, dass wir diese Tiere
retten konnten und noch glücklicher,
dass offenbar noch alle am Leben sind. Der
nächste Tötungstermin ist der
10.2.06.
Aber den wird es nicht mehr geben...
8. Febr. 2006
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